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Veranstaltungsreihe Produktionssysteme – analysieren und gestalten

Das Institut für Produktionssysteme (IPS) an der Technischen Universität Dortmund lud alle interessierten Unternehmen am 28. Juni 2019 zu einem interessanten Workshop rund um das Thema Produktionssysteme – analysieren und gestalten ein.

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Aufgrund der bisherigen Erfolge der Veranstaltungsreihe lud das IPS auch in diesem Jahr alle interessierten Unternehmen ein, um die aktuellen Forschungsergebnisse vorzustellen und zu diskutieren. Im Vordergrund standen dabei die Themenschwerpunkte „Liefertermintreue im Sondermaschinenbau“ und „Maschinenbelegungsplanung in der variantenreichen Produktion“.

Auftakt der Veranstaltung war ein interaktiver Workshop, in dem die Unternehmen auf Basis ihrer Erfahrungen die Herausforderungen bei der Einhaltung der Liefertermintreue und angestrebten Durchlaufzeit erarbeiteten und präsentierten. Mit insgesamt 10 Unternehmen und 15 Teilnehmern wurde ein umfangreiches Portfolio an potenziellen Herausforderungen erarbeitet und nicht selten festgestellt, dass trotz unterschiedlicher Branchen und Produkte die Herausforderungen oftmals dieselben sind.

Nach Abschluss des Workshops stellte Thomas Henke vom IPS die Forschungserbnisse aus dem Forschungsvorhaben SySMaG vor. Ziel des Forschungsvorhabens, das am 30.06.2019 auslief, war die Entwicklung einer Planungssystematik für die standardisierte Materialbereitstellung in der komplexen, variantenreichen Großgerätemontage mit geringen Stückzahlen. Die entwickelte Planungssystematik sieht dazu zwei aufeinander folgende Optimierungsmodelle vor: im ersten Schritt wird die zur Einhaltung des Liefertermins erforderliche Montagereihenfolge identifiziert, bevor diese mit Hilfe des zweiten Optimierungsmodells in einen durchlaufzeitoptimalen Materialbereitstellungsplan überführt wird.

Im zweiten Teil des Workshops stellte Patrick Wolf die erarbeiteten Ergebnisse innerhalb des Forschungsvorhabens VariPro vor. Das Vorhaben adressiert die Problematik von auftretender Variabilität bei der kundenauftragsspezifischen Produktion. Im Fokus steht dabei die Verbindung zur Thematik der Maschinenbelegungsplanung um eine variabilitätsbasierte Maschinenbelegungsplanung zu ermöglichen. Zunächst wurde dazu als Basis die Unterteilung in wertschöpfende und nicht wertschöpfende Variabilität vorgestellt. Nicht wertschöpfende Variabilität bezeichnet dabei Variabilität, die sowohl eliminiert werden sollte als auch die, die nicht gänzlich eliminiert werden kann. Im Gegensatz dazu steht die wertschöpfende Variabilität, die nicht direkt reduziert werden sollte, da diese zu einer Steigerung des Kundenutzens führt und somit zur Wertschöpfung beiträgt. Auf dieser Basis wurden 14 Variabilitätskriterien definiert, die bei der Maschinenbelegungsplanung berücksichtigt werden sollten. Zusätzlich zu diesen Kriterien wurde ein mathematisches Optimierungsmodell vorgestellt, dass in Verbindung mit den Variabilitätskriterien während der restlichen Projektlaufzeit in ein IT-Tool überführt werden wird.

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Vortrag von Frederik Ostermeier von der BMW AG, der ein Konzept zur effizienten Liniensteuerung im Kontext hoher Variabilität vorstellte.



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Kontakt

Thomas Henke, M.Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel.: 0231 755-2796
Patrick Wolf, M.Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel.: 0231 755-2658